Mein Holz
Ich verwende Holz aus meiner Region, gewachsen zwischen Nord-und Ostsee.
Der Wind in Schleswig-Holstein macht etwas mit Baum und Mensch.
Etwas, das sich in den Lebens-Jahresringen verewigt.
Das Holz findet seinen Weg zu mir, oder ich zu ihm.
Und wenn es dann als Schalen-Rohling in meinem Holzschuppen lagert und trocknet, dann finden wir langsam zueinander.
Und dann erzählt mir das Holz machmal, welchen Weg es weitergehen will.
Und ich werde zum Werkzeug seines Wunsches.
Ich mag Obsthölzer besonders. Sie riechen so gut. Der Apfel und die Kirsche, wenn sie sich in lange Späne auflösen. Und die Farben ihrer Hölzer sind warm.
weitere natürliche Werkstoffe
Schellack
Schellack ist ein natürliches Harz, das aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus (Kerria lacca) in Indien und Südostasien gewonnen wird. Die Harzschicht, die sich auf den Pflanzen ablagert, wird geerntet, gereinigt, getrocknet und anschließend zu sogenannten Schellack-Platten oder -Flakes verarbeitet. In Alkohol aufgelöst ist es vielseitig einsetzbar, vor allem als traditionelles Politurmittel für Holzmöbel, Überzug für Lebensmittel (E 904), in Kosmetika (Haarspray, Nagellack) und früher für Schallplatten. Der Rohstoff ist biologisch abbaubar.
Knochenleim
Die natürliche Holzverleimung. Dauerhafte Verbindungen, ganz ohne Kunststoffe und Konservierungsmittel.
Aus Haut, Nerven, Knochen und vielen anderen tierischen Bestandteilen von Rindern, Schweinen, Hasen und auch Fischen kann man Leime erhalten, welche meist nach ihrem Rohstoff benannt werden. Je härter der Leim desto fester die Verklebung, je elastischer desto geringer ist die Klebekraft. Knochenleim, Hautleim und Hasenhautleim sind tierische Warmleime. Die Gelatine wird in kaltem Wasser gequollen und zur vollständigen Lösung im Wasserbad auf max. 60°C erwärmt. Beim Erkalten geliert der Leim. Warmleime eignen sich als Klebstoff für Holz, als Bindemittel für Farben und Grundierungen.
- Frei von Lösungsmittel und anderen giftigen Chemikalien
- Zu 100% abbaubar
- Aufgrund der pH-Neutralität gibt es keine Verfärbungen.
- Verleimungen sind reversibel (mit Wasser und Wärme) und könnten auch noch nach 200 Jahren restauriert werden.
Bienenwachs
Bienenwachs als Holzpflegemittel hat eine lange Tradition.
Bereits in der Antike wusste man die Vorteile des Bienenproduktes zu schätzen. Trotz seinen wasserfesten Eigenschaften lässt Bienenwachs das Holz weiterhin atmen und wirkt antistatisch. Eine behandelte Holzoberfläche zieht Staub und Schmutz weniger leicht an. Reines Bienenwachs vertieft den natürlichen Farbton des Holzes und verleiht polierten Oberflächen einen seidigen Glanz.
Leinöl
Leinöl zieht tief in das Holz ein und steigern seine Widerstandskraft gegen Feuchtigkeits- und Trockenschäden von innen. Zusätzlich härten Leinöl und Leinölfirnis durch Oxidation an der Oberfläche aus. Sie bilden eine feste Schutzschicht, die gemeinsam mit dem Wachs Wasser abweist und die Stoß- und Kratzfestigkeit einer Holzfläche verstärkt.
natürliche Pigmente
Ich verwende natürliche Spinell-Pigmente.
Der Spinell ist ein in der Natur eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide. Die chemische Bezeichnung für Spinell ist Magnesiumaluminat, in Reinform ist er farblos. Aufgrund regional unterschiedlicher Beimengungen von Eisen, Chrom, Zink, Kobalt oder Mangan gibt es Spinelle in den verschiedensten Farbvariationen. Diese sind jedoch von relativ blasser, farbschwacher Natur.
Spinell-Pigmente sind sogenannte Mischphasenpigmente und
werden technisch hergestellt. Dabei werden natürliche gemahlene Spinelle mit Metallsalzen (Cobalt, Antimon, Nickel, Chrom, Titan) versetzt und in einem Ofen Temperaturen von 1200 - 1600 °C ausgesetzt, wobei ein Ionenaustausch stattfindet und das Material mit den eingesetzten Metallen angereichert bis gesättigt wird. So entstehen sehr kräftige Farben.
Die Metalle werden dabei so fest in das Mineralgerüst eingebaut,dass sie nicht mehr bioverfügbar sind, d. h. sie lösen sich im menschlichen Körper, bei der Kompostierung nicht heraus.
Steine
Die Ostsee schleift für mich Kieselsteine, die in der letzten Eiszeit aus Skandinavien hierher geschoben worden sind. Viele tausen Wellen formen runde Juwelen.
Ich klebe sie mit Knochenleim in Fehlstellen (Astlöcher, Verwachsungen) im Holz.
KONTAKT
Clemens Junge
Kolberger Str. 11, 24223 Schwentinental
mail: clemens.j@kabelmail.de
fone: 04307-2092778
www.Der-Drehwurm.de