Mein Holz
Ich verwende Holz aus meiner Region, gewachsen zwischen Nord-und Ostsee.
Der Wind in Schleswig-Holstein macht etwas mit Baum und Mensch.
Etwas, das sich in den Lebens-Jahresringen verewigt.
Das Holz findet seinen Weg zu mir, oder ich zu ihm.
Und wenn es dann als Schalen-Rohling in meinem Holzschuppen lagert und trocknet, dann finden wir langsam zueinander.
Und dann erzählt mir das Holz machmal, welchen Weg es weitergehen will.
Und ich werde zum Werkzeug seines Wunsches.
Ich mag Obsthölzer besonders. Sie riechen so gut. Der Apfel und die Kirsche, wenn sie sich in lange Späne auflösen. Und die Farben ihrer Hölzer sind warm.
weitere natürliche Werkstoffe
Schellack
Schellack ist ein natürliches Harz, das aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus (Kerria lacca) in Südostasien gewonnen wird. Die Harzschicht, die sich auf den Pflanzen ablagert, wird geerntet, gereinigt, getrocknet und anschließend zu sogenannten Schellack-Flakes oder Platten verarbeitet. Diese werden in Alkohol aufgelöst und sind dann vielseitig einsetzbar, vor allem als traditionelles Politurmittel für Holzmöbel und früher für Schallplatten. Schellack ist biologisch abbaubar.
Knochenleim
Die natürliche Holzverleimung ohne Kunststoffe.
Aus Haut, Knochen und vielen anderen tierischen Bestandteilen von Rindern, Schweinen, Hasen und auch Fischen kann man Leime erhalten, welche meist nach ihrem Rohstoff benannt werden. Knochenleim, Hautleim und Hasenhautleim sind tierische Warmleime. Die Gelatine wird in kaltem Wasser gequollen und zur vollständigen Lösung im Wasserbad erwärmt. Beim Erkalten geliert der Leim.
- Frei von Lösungsmittel und anderen giftigen Chemikalien
- Zu 100% abbaubar
- Aufgrund der pH-Neutralität gibt es keine Verfärbungen.
- Verleimungen sind reversibel (mit Wasser und Wärme) und könnten auch noch nach 200 Jahren restauriert werden.
Bienenwachs
Bienenwachs als Holzpflegemittel hat eine lange Tradition.
Trotz seinen wasserfesten Eigenschaften lässt Bienenwachs das Holz weiterhin atmen und wirkt antistatisch. Die gewachste Holzoberfläche zieht Staub und Schmutz weniger leicht an. Reines Bienenwachs vertieft den natürlichen Farbton des Holzes und verleiht ihm einen seidigen Glanz.
Leinöl
Leinöl zieht tief in das Holz ein und steigern seine Widerstandskraft. Leinöl härtet durch Oxidation an der Oberfläche aus. Es bildet sich eine feste Schutzschicht, die Wasser abweist und die Stoß- und Kratzfestigkeit einer Holzfläche verstärkt.
natürliche Pigmente
Ich verwende natürliche Spinell-Pigmente.
Spinell ist ein in der Natur eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide. Die Pigmente sind nicht bioverfügbar, d. h. sie lösen sich im menschlichen Körper oder bei der Kompostierung nicht heraus.
Steine
Die Ostsee schleift für mich Kieselsteine, die in der letzten Eiszeit aus Skandinavien hierher geschoben worden sind. Viele tausen Wellen formen runde Juwelen.
Ich klebe sie mit Knochenleim in Fehlstellen (Astlöcher, Verwachsungen) im Holz.
KONTAKT
Clemens Junge
Kolberger Str. 11, 24223 Schwentinental
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